Der TSV erwischte einen Traumstart: Bereits in der 3. Spielminute fasste sich Robin Hiller ein Herz und versenkte den Ball sehenswert aus der Distanz zum 0:1 im Winkel. Nur 13 Minuten später legte Toni Panne nach einem Eckball nach und erhöhte auf 0:2 (16.). Köngen war in dieser Phase klar spielbestimmend, verpasste jedoch durch Dennis Vrljicak und Max Schlotterbeck die mögliche Vorentscheidung. Von den Hausherren war bis dahin offensiv kaum etwas zu sehen.
Kurz vor der Pause dann der Bruch: TVE-Akteur Piracchio drang in den Strafraum ein, suchte den Kontakt zu Sven Dobler – der bereits verwarnte Köngener sah Gelb-Rot (45.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Steffen Schmid souverän zum 1:2-Anschlusstreffer.
Nach dem Seitenwechsel nutzte Echterdingen die Überzahl und drängte Köngen in die Defensive. Erneut war es Schmid, der per Elfmeter (64.) zum 2:2 ausglich. Die Partie wurde nun zunehmend hektisch, geprägt von vielen Fouls und Karten.
Doch Köngen hatte das letzte Wort: In der 84. Minute brachte ein Freistoß von Yannik Kögler nochmals Gefahr, Nick Widmann setzte sich gegen Kapitän Kuhn stark durch und traf am langen Pfosten zum viel umjubelten 2:3-Siegtreffer.
Die Schlussphase war turbulent: Hiller wurde in der 86. Minute klar gefoult, der Gegenspieler lag auf ihm – als sich Hiller befreite, zeigte der Schiedsrichter ihm zur Verwunderung aller glatt Rot. In der Nachspielzeit ging Jan Schäberle noch einmal auf und davon, überlief zwei Gegenspieler und wurde schließlich vom TVE-Keeper von den Beinen geholt – auch dieser sah Rot.
Am Ende jubelten die Gäste aus Köngen, die trotz zweifacher Unterzahl und großem Kampfgeist die drei Punkte mitnahmen.
Ein Auswärtssieg, der in Erinnerung bleibt – wegen seiner Tore, aber vor allem wegen der Dramatik.
Die Jungs um Domenic Brück grüßen weiterhin von der Tabellenspitze - nun mit bereits mit 4 Punkten vor den Verfolgern.
