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Der leise Motor des Vereinslebens

Er sucht nicht das Rampenlicht, sondern packt an: Eberhard Müller ist seit vielen Jahren eine tragende Säule unserer Leichtathletikabteilung.

Eberhard ist da, wo man ihn braucht. (Fotos: J. Schneider)

Es soll Männer geben, die altern (fast) nicht. Bei den meisten zeigen sich die ersten Falten, wenn sie in Richtung Rentenalter gehen. 
Auch die Muskulatur rutscht dann ein Stück runter und bildet einen unübersehbaren Bauchansatz. Bei Eberhard Müller, der am 10. Juli einen runden Geburtstag feiert, ist das nicht der Fall. Obwohl er ein absoluter Schokoladen-Fan ist, hat er sein Gewicht aus stürmischen Teenager-Jahren bis heute gehalten. Eberhard hat eine besondere Eigenschaft, um die ihn viele beneiden. Er kann essen, wann, wo und wie viel er will, und nimmt nicht zu. Woran man erkennt, dass er die Dreißig schon überschritten hat: Er trägt sein Haar nicht mehr so voll wie früher. Seine geistige und körperliche Fitness hat er sich bewahrt. Er ist, wie zu Jugendzeiten, ständig auf Achse und Langeweile scheint für ihn ein Fremdwort zu sein.

Neben Familie, Beruf und seinem VW-Bus hat Eberhard eine weitere große Leidenschaft – das Laufen. In seiner aktiven Zeit, also bis heute, hat er alle Strecken vom 100-Meter-Sprint bis zum Marathon zurückgelegt. Früh stellte er fest, dass er erst nach einigen Kilometern, also wenn andere schon auf den "Felgen" daherkommen, richtig warm wird. So wurde Eberhard ein Mann für die langen Strecken. Kein Mensch kann zählen, wie viele Kilometer er im Laufe der Jahre zurückgelegt hat und wie viele Laufschuhe auf der "Strecke blieben".

  • Mehrere Marathons in halb Europa absolvierte Eberhard in seiner aktiven Zeit u.a. in Berlin mit persönlicher und mit Köngener Bestzeit, in Köln, Frankfurt, Mainz, München, Mailand, Rom, in Paris mit Tochter Daniela und einige weitere.
  • Es gibt nicht nur Allwetterreifen, sondern, wie uns ein erfahrener Marathoni verriet, auch Allwetterläufer. Ein solcher ist Eberhard, der super Ergebnisse bei allen Wetterverhältnissen erzielte, ob beim Tessin-Marathon, vom ersten bis letzten Kilometer bei Regen und Sturm, oder beim Marathon in Leinfelden-Echterdingen durch das Siebenmühlental und Schaichtal bei brütender Hitze, wo er die Altersklasse, mit damals persönlicher Bestzeit, gewann und im Gesamtergebnis Dritter wurde.
  • Inzwischen beschränkt er sich auf kürzere Läufe, oft mit seiner Tochter und den Enkeln, – ist aber immer noch sehr schnell und rennt in seiner Altersklasse vorne mit! Hat er früher vor Wettkämpfen in der Woche bis zu 100 Kilometer zurückgelegt, so sind es aktuell zwei- bis dreimal in der Woche 10 bis 12 Kilometer.
  • Bei den Jedermännern vom TSV Köngen leitet er aktiv seit vielen Jahren im Winterhalbjahr den Hallensport mit Gymnastik und Koordination. Unter "Die Jedermänner" ist zu finden: Als Co-Trainer ist seit 2008 unser Averall (Eberhard - gesprochen "Äweräll") im Einsatz.
  • Beim Jedermann-Radfahren im Sommer fährt er ohne Motorunterstützung und bringt so manchen E-Biker zum Schwitzen. "Fahrrad-Doping" gibt's bei Eberhard (noch) nicht.
  • Bei den Bergwandertouren mit den Jedermännern im Großen Walsertal ist der Köngener immer dabei.
  • Einmal in der Woche fährt er den Bürgerbus in Köngen.
  • Einige Jahre war er Jugendvorstand im TSV und arbeitet schon lange mit der Stadionpflegetruppe "Oldies" ehrenamtlich im Stadion.
  • Für Eberhard gilt "Ein Mann – ein Wort". Wenn er einmal zugesagt hat, steht er felsenfest zu seinem Versprechen. Er ist ein ausgesprochener Teamplayer mit viel handwerklichem Geschick, auf das wir in der Abteilung gerne zurückgreifen.
  • Obwohl Eberhard auch beim Skilaufen nach wie vor eine gute Figur abgibt, muss er sich inzwischen ziemlich anstrengen, um mit den Enkeln, seinem großen Glück, mitzuhalten.
  • Wie zu erfahren war, macht er gerne Holz für seinen Kachelofen, kauft ein Holzlos, sägt mit der Kettensäge die passenden Stücke – und seine Frau Renate spaltet sie. Teamwork.
  • Im Urlaub ist er mit Renate gerne mit dem über 40 Jahre alten Campingbus unterwegs, anfangs in Griechenland, später in Korsika und Frankreich, manchmal auch mit dem Kanadierboot. So sehr er die Stadtmarathons schätzte, sucht er sich im Urlaub Plätze in der Natur aus, wo möglichst wenige Leute sind. Sein VW-Bus (das Wohnmobil der Schwaben) ist nach einer "Frischzellenkur" wieder fast wie neu. Einen Vorteil hat der Oldtimer (der Bus): Eberhard wird vermutlich nie Probleme mit einer Radarfalle haben.


Eberhard hat kein offizielles Amt in der Leichtathletikabteilung, ist aber immer zuverlässig zur Stelle, wenn man ihn braucht. In Zeiten, in denen das Ehrenamt immer wichtiger für die Allgemeinheit wird, bringt sich Eberhard in verschiedenen Funktionen in der Gemeinde ein. Trotz seines Engagements hält er sich stets bescheiden im Hintergrund. Eberhard ist kein Mann der großen Worte, sondern der notwendigen Taten. Wenn jemand Hilfe benötigt, ist er bereit.

Die Köngener Leichtathleten danken "ihrem" Eberhard für seinen jahrelangen Einsatz als Läufer sowie als Helfer in vielen Bereichen und wünschen ihm alles erdenklich Gute zum Geburtstag und vor allem Gesundheit, damit man ihn auch in den nächsten Jahren "auf Schusters Rappen" durch Köngens Wälder "flitzen" sieht.

Eberhard, lass dich an deinem Ehrentag von deiner Familie und den Freunden gebührend feiern!