Handball

Bericht der Abteilungsleitung

Interview Abteilungsleiter Daniel Schmid

Saison 2026/27

Hallo Dani, als frisch gewählter Abteilungsleiter freuen wir uns, das Interview mit Dir zu führen. Wie kam es dazu, dass Du die Abteilungsleiterrolle angenommen hast?

Ich bin seit 2011 Teil der Köngener Handballfamilie und war von Anfang an immer wieder in unterschiedlichen Bereichen engagiert – zunächst als Trainer der E-Jugend und später beispielsweise jedes Jahr bei „Schlag die Handballer“, wo ich mich um die Technik gekümmert habe. Als sich nun die Möglichkeit ergeben hat, gemeinsam mit Sebi die Abteilungsleitung zu übernehmen, musste ich deshalb nicht lange überlegen.

Sebi bringt als bisheriger Abteilungsleiter sehr viel Erfahrung und Wissen mit und begleitet mich nun als Stellvertreter. Dadurch habe ich die ideale Möglichkeit, mich gut in die neue Aufgabe einzuarbeiten. Gleichzeitig können wir gemeinsam die bestehenden Strukturen weiterentwickeln, die Abteilung für die Zukunft gut aufstellen und vor allem die Gemeinschaft und den Zusammenhalt innerhalb der Handballabteilung weiter stärken. Für mich ist es eine schöne Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und dem Verein, der mich schon so lange begleitet, etwas zurückzugeben.

Wenn du die letzte Saison in drei Worten zusammenfassen müsstest, welche wären das und warum?

Die vergangene Saison würde ich insgesamt als ein turbulentes Jahr voller Umbruch, Widerstandskraft und Entwicklung beschreiben.

Umbruch, weil insbesondere im Frauenbereich sehr viel gleichzeitig passiert ist. Neben dem sportlichen Abstieg haben nahezu alle Spielerinnen der ersten Frauenmannschaft den Verein verlassen. Dadurch war eine grundlegende Neustrukturierung notwendig, die uns sowohl sportlich als auch organisatorisch stark gefordert hat und uns auch in der kommenden Saison noch begleiten wird.

Widerstandskraft, weil unsere Mannschaften trotz zahlreicher Verletzungen, personeller Veränderungen und schwieriger Phasen nie aufgegeben haben. Insgesamt haben viele Teams in herausfordernden Situationen Charakter gezeigt und wichtige Erfahrungen gesammelt, auf denen wir auch in Zukunft aufbauen wollen.

Entwicklung, weil es trotz aller Herausforderungen auch viele positive Ansätze gab. Die erste Männermannschaft hat eine sehr starke Hinrunde gespielt und sich im oberen Tabellenbereich etabliert. In der Rückrunde lief es dann trotz weitgehend vollständigem Kader deutlich schwieriger, was zeigt, dass noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Insgesamt befinden sich mehrere unserer Teams in einer Übergangsphase, aus der sich für die Zukunft neue Chancen ergeben können.

Eine Handballabteilung lebt vom Ehrenamt und Events wie dem Vesalius Cup oder den Jugendcamps. Wie zufrieden bist du mit dem Zusammenhalt und der Unterstützung der „Handballfamilie“ im letzten Jahr?

Mit dem Zusammenhalt und dem Engagement im organisatorischen Bereich bin ich sehr zufrieden. Gerade bei Veranstaltungen wie dem Vesalius Cup, Handballcamp, Bezirksspielfest oder anderen Aktionen merkt man, wie viele Menschen mit großer Leidenschaft und viel persönlichem Einsatz dabei sind. Dieses Engagement ist ansteckend und zeigt, was unsere Handballfamilie gemeinsam auf die Beine stellen kann.

Gleichzeitig stellen wir fest, dass die Zahl der freiwilligen Helfer bei Arbeitsdiensten zurückgeht und es zunehmend schwieriger wird, ausreichend Trainerinnen und Trainer zu finden. Die Verantwortung verteilt sich dadurch teilweise auf zu wenige Schultern. Hier möchten wir künftig noch stärker ansetzen, mehr Menschen für eine aktive Mitarbeit gewinnen und den Zusammenhalt innerhalb der Abteilung weiter stärken. Besonders wichtig ist uns dabei die Förderung des Jugendbereichs, denn dort legen wir die Grundlage für die Zukunft unserer Handballabteilung.

Zur neuen Saison gibt es mit Systemen wie Handball360 auch im Hintergrund digitale Veränderungen. Vor welchen organisatorischen Herausforderungen steht die Abteilungsleitung aktuell?

Eine der größten organisatorischen Herausforderungen ist aktuell sicherlich die Einführung von Handball360. Im Moment gibt es noch viele offene Fragen dazu, welche Abläufe bereits funktionieren, was sich noch verändern wird und ab wann die einzelnen Funktionen zuverlässig genutzt werden können.

Diese Unsicherheit führt verständlicherweise zu vielen Rückfragen von Eltern, Kindern, Trainerinnen und Trainern sowie unseren Ehrenamtlichen. Gleichzeitig müssen sich alle Beteiligten erst in das neue System einarbeiten, wodurch aktuell zusätzlicher Abstimmungsaufwand entsteht.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Spielplanung nun doch nicht über Handball360 erfolgen soll. Dadurch müssen künftig wieder zwei unterschiedliche Systeme gepflegt und aufeinander abgestimmt werden. Für uns als Abteilungsleitung bedeutet das, die Informationen möglichst klar zu bündeln, die Beteiligten bestmöglich zu unterstützen und trotz der Umstellung verlässliche Abläufe sicherzustellen.

Welche übergeordneten, vereinsinternen Ziele habt ihr euch für die kommende Saison gesteckt – sowohl sportlich als auch neben dem Spielfeld?

Für die kommende Saison haben wir uns sowohl sportlich als auch neben dem Spielfeld einiges vorgenommen. Im Frauenbereich steht zunächst im Mittelpunkt, den Zusammenhalt wieder zu stärken, nach den personellen Veränderungen eine neue gemeinsame Basis zu schaffen und die Spielerinnen aus der A-Jugend gut in den aktiven Bereich zu integrieren.

Darüber hinaus wollen wir die bestehenden Abläufe innerhalb der Abteilung genauer betrachten. Uns ist wichtig, die zusätzlichen Aufgaben und Belastungen für Ehrenamtliche sowie Trainerinnen und Trainer besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage möchten wir sinnvolle Lösungen entwickeln, Prozesse vereinfachen und die Verantwortung künftig klarer und besser auf mehrere Schultern verteilen.

Ein ganz besonderes Thema wird außerdem die Vorbereitung auf unser 100-jähriges Jubiläum. Wir arbeiten intensiv daran, gemeinsam ein erfolgreiches Jubiläumsjahr zu gestalten. Ein Höhepunkt soll dabei unter anderem „Schlag die Handballer 2027“ werden. Das Jubiläum soll nicht nur ein Rückblick auf die Geschichte der Abteilung sein, sondern vor allem die gesamte Handballfamilie zusammenbringen und neue Begeisterung für die Zukunft schaffen.

Was möchtest du den treuen Zuschauern in der Burgschulhalle für die kommenden Monate mit auf den Weg geben?

Ich wünsche mir, dass unsere Zuschauerinnen und Zuschauer uns auch in den kommenden Monaten so treu bleiben, unsere Mannschaften regelmäßig in der Burgschulhalle und natürlich auch bei Auswärtsspielen unterstützen und für die besondere Atmosphäre sorgen, die den Köngener Handball auszeichnet.

Gleichzeitig ist mir wichtig, dass bei aller Emotion die Fairness nie verloren geht – gegenüber unseren eigenen Spielerinnen und Spielern, den gegnerischen Mannschaften und besonders gegenüber den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Gerade im Jugendbereich sollten wir als Erwachsene mit gutem Beispiel vorangehen. Dort geht es nicht nur um Ergebnisse, sondern vor allem um Freude am Handball, persönliche Entwicklung und ein respektvolles Miteinander.

Kommt in die Halle und begleitet unsere Teams und unterstützt sie lautstark.