Handball
Männer 1
Unser Team
Mittlere Reihe von links: Kai Schreiweis, Fabrizio Agner, Sören Hess, Max Staiger, Philipp Kilian, Lars Ha-mann, Peer Wisst, Dominic Fischer
Vordere Reihe von links: Levin Schlichter, Nils Werner, Niklas Töpler, Tim Nothdurft, Lucas Novak, Krischan Pfund, Hannes Hagelmayer, Christoph Müllerschön
Interview mit Trainer Dominic Fischer:
Wie schätzt Du die Ergebnisse der vergangenen Saison ein?
Ich denke, wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir spielerisch zu den Top-Mannschaften der Liga gehören. Gerade in den Spielen gegen die Top-5-Teams konnten wir unsere Qualität immer wieder unter Beweis stellen und starke Leistungen auf die Platte bringen. Leider haben wir in einigen vermeintlich sicheren Spielen unnötig Punkte liegen lassen und uns dadurch um den maximal möglichen Erfolg gebracht.
Als belastend habe ich außerdem viele Begleitumstände empfunden, die uns bereits vor Saisonbeginn und auch im weiteren Saisonverlauf beschäftigt haben. Dazu zählten insbesondere die zahlreichen Spiele, in denen uns mitunter teilweise nur drei Rückraumspieler zur Verfügung standen. Unter diesen Voraussetzungen konnten wir unser vorhandenes Potenzial nie vollständig ausschöpfen und mussten im Laufe der Saison immer wieder neue Konstellationen finden und uns neu einspielen.
Trotz all dieser Herausforderungen haben wir uns nicht versteckt, uns immer wieder den neuen Aufgaben gestellt und Lösungen finden können. Gerade diese Widerstände haben uns als Mannschaft wachsen lassen – und dafür gebührt den Jungs mein großer Respekt.
Was lief in der vergangenen Saison schon richtig gut und in welchen Bereichen wollt ihr in der Sommerpause den größten Hebel ansetzen?
In der vergangenen Saison konnten wir über weite Strecken auf eine stabile und funktionierende 5:1-Abwehr bauen. Auch im Angriff haben sich die Ansätze, wie ich unser Spiel interpretiere nach wie vor weiterentwickelt. Allerdings hat uns in vielen Situationen die notwendige Kaderbreite gefehlt, um unser Potenzial konstant auszuschöpfen.
Aus diesen Erfahrungen haben wir die richtigen Schlüsse gezogen und unseren Kader gezielt verstärkt und ausgebaut – nicht nur in der Quantität, sondern allen voran in der Qualität. Mit diesen Voraussetzungen wollen wir unser Tempospiel stärker zu unserer Philosophie machen. Hier ist es unser Anspruch, dieses Spiel nicht nur phasenweise, sondern über weite Strecken einer Partie auf das Spielfeld zu bringen.
Darüber hinaus habe ich in der vergangenen Saison erneut gespürt, wie wir als Mannschaft und Verein wahrgenommen werden und auf welche verlässlichen Menschen wir in unserem Umfeld jederzeit zählen können. Mein besonderer Dank gilt den Spielern, die uns in einzelnen Spielen unterstützt haben, ebenso wie denjenigen, die unser Training bereichert und uns hierdurch bessere Trainingsmöglichkeiten ermöglicht haben. Daher danke ich allen, die mit ihrem Einsatz – ob sichtbar oder im Hintergrund – ihren Beitrag zum Team und zum Verein geleistet haben.
Diese Erfahrungen sind für mich ebenso wertvolle Erkenntnisse wie die sportlichen Lehren aus der Saison. Sie zeigen, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung für den gemeinsamen Erfolg sind.
Die schweißtreibenden Wochen der Vorbereitung liegen hinter oder mitten vor euch. Wie fit ist die Mannschaft und worauf habt ihr im Training den Fokus gelegt?
Die Jungs bringen einen gewissen Eigenanspruch mit und investieren viel in ihre individuelle Entwicklung. So nutzen inzwischen immer mehr Spieler beispielsweise den Kraftraum bereits vor dem Training, um gezielt an ihren körperlichen Voraussetzungen zu arbeiten.
Durch die erweiterten Hallenkapazitäten können wir unsere Trainingseinheiten zudem vielseitiger gestalten und Schnelligkeitssequenzen direkt mit handballspezifischen Abläufen und dem Ball verbinden.
Der größte Fokus liegt jedoch auf der Eingespieltheit. Ein breiterer Kader bedeutet zwar mehr Möglichkeiten, gleichzeitig erfordert er ein intensiveres Zusammenspiel. Jeder Spieler muss sich auf unterschiedliche Nebenleute einstellen und Automatismen mit mehreren Konstellationen entwickeln. Genau daran arbeiten wir aktuell um als Mannschaft noch variabler und stabiler zu werden.
Ihr habt einige vielversprechende Neuzugänge und Aufrücker aus der Jugend im Kader. Wie haben sich die neuen Gesichter sportlich und menschlich eingelebt?
Über die vergangenen Jahre konnten wir unseren Kader Schritt für Schritt gezielt verstärken. Zunächst ist es uns gelungen, Björn Thau und anschließend Lars Hamann für unser Team zu gewinnen. Beide waren vom ersten Tag an eine große Bereicherung – sportlich wie auch menschlich.
Vom TSV Deizisau konnten wir in diesem Jahr mit Finn Beichter ein großes Talent für uns gewinnen. Durch die Möglichkeit, bereits regelmäßig mit der Mannschaft zu trainieren, hat er schon vor Beginn der Vorbereitung gezeigt, welches Potenzial und welchen Spielwitz er mitbringt.
Marian Siegel ist nach zwei Jahren, in denen er bereits mit uns trainiert, nun endlich spielberechtigt. Im Training überzeugt er mit einer cleveren Spielweise und seiner Fähigkeit, das Spiel zu lenken. Ich traue ihm zu, in seiner ersten aktiven Saison eine ähnlich wichtige Rolle einzunehmen, wie sie Luis Johannson in der vergangenen Spielzeit ausgefüllt hat.
Um die Qualitäten von Hannes Hagelmayer und Max Staiger wissen wir ohnehin. Umso mehr freue ich mich, beide wieder im Team begrüßen zu dürfen. Mit ihrer Erfahrung und Qualität sind sie eine große Bereicherung für unsere Mannschaft.
Auch unser Nachwuchstorhüter Niklas Töpler wird behutsam an das Niveau im Aktivenbereich herangeführt und sammelt als Jugendspieler bereits wertvolle Erfahrungen. Krischan Pfund aus unserer zweiten Mannschaft gehört ebenfalls wieder zum erweiterten Torhüterteam und wird nach wie vor Schritt für Schritt an das Niveau der ersten Mannschaft herangeführt. Beide profitieren dabei von der Erfahrung unserer beiden etablierten Torhüter, die sie auf ihrem Weg unterstützen und ihnen wichtige Impulse für ihre Entwicklung geben.
Was wird in dieser Saison die größte Herausforderung in eurer Liga sein und welche Tugenden muss deine Mannschaft auf die Platte bringen, um erfolgreich zu sein?
Wir müssen künftig schneller in die Spiele finden und von Beginn an die richtige Mentalität auf die Platte bringen. Ich möchte eine Mannschaft sehen, die sich in jede Partie hineinbeißt und den unbedingten Willen ausstrahlt, gewinnen zu wollen.
Handball ist eine Phasensportart. Schwächere Abschnitte gehören dazu, entscheidend ist jedoch, wie wir darauf reagieren. Wir dürfen uns von solchen Phasen nicht aus dem Konzept bringen lassen, sondern müssen geschlossen auftreten und schnell wieder zu unserem Spiel zurückfinden.
Darüber hinaus brauchen wir mehr Konstanz in unseren Leistungen. Ich rechne erneut mit einer sehr engen Tabellenkonstellation im oberen Bereich. Um uns dort zu behaupten dürfen wir uns nur wenige – im Idealfall gar keine – Ausrutscher erlauben.
Die Stimmung in Köngen kann Spiele entscheiden. Welche Rolle spielen die Fans im Hexenkessel für die Spieler auf dem Feld?
Eine enorme Rolle! Unsere Fans haben uns schon oft zu besseren Leistungen getragen und uns gerade in schwierigen Phasen den entscheidenden Rückhalt gegeben. Dieses Vertrauen und diese Unterstützung wollen wir mit unseren Leistungen auf der Platte zurückzahlen.
Dass wir in unseren Heimspielen auf so eine Kulisse und diesen Zuspruch bauen können, ist alles andere als selbstverständlich. Das weiß jeder Einzelne von uns sehr zu schätzen – und genau deshalb wollen wir den Fans mit Leidenschaft, attraktivem Handball und Spielwitz etwas zurückgeben.
Was ist euer Saisonziel?
Unsere Heimstärke aus dem letzten Jahr noch weiter ausbauen! Mein persönliches Ziel ist es, die Qualität dieser Mannschaft konstant auf die Platte zu führen und sie in zählbare Erfolge umzuwandeln. Ich bin überzeugt, dass uns der langjährige und zuvor bekannte Umbruch gelungen ist. Diesen positiven Schwung wollen wir nun mitnehmen und den nächsten Schritt gehen.
Der Grundstein ist gelegt. Besonders erfreulich ist, dass sich alle Spieler dazu entschieden haben, den eingeschlagenen Weg gemeinsam fortzusetzen. Dadurch können wir nun als eingespieltes Team von der kontinuierlichen Entwicklung der vergangenen Jahre profitieren und uns die Früchte unserer gemeinsamen Arbeit verdienen.
Interview mit den Co-Trainern Kai Schreiweiß & Fabrizio Agner
Kai Schreiweß
Wie schätzt du die Ergebnisse der vergangenen Saison ein?
Ich glaube, dass wir mit der Hinrunde zufrieden sein müssen. Durch die vielen Ausfälle war es eine sehr anspruchsvolle erste Hälfte der Saison und kaum möglich, ein besseres Ergebnis zu erzielen. In der zweiten Hälfte kamen zum Glück einige Spieler mit dazu. Wir haben in der Rückrunde zu viele Punkte liegen lassen; das wäre vermeidbar gewesen. So gelang der Push in die obere Hälfte der Tabelle nicht mehr. In Summe muss man den Kampf und die Einstellung der Mannschaft hervorheben, gerade in der Hinrunde – aber wirklich zufrieden kann man nicht sein. Ich glaube, da wäre mehr gegangen, gerade in der Rückrunde.
Was lief in der vergangenen Saison schon richtig gut und in welchen Bereichen wollt ihr in der Sommerpause den größten Hebel ansetzen?
Wir haben teilweise eine sehr gute Abwehr gestellt. Im Angriff waren wir etwas zu harmlos. Wir müssen unser schnelles Spiel noch besser etablieren, um die Gegner zu überlaufen. Und im Angriff müssen wir konstanter werden, dass wir 60 Minuten unser Spiel durchbringen. 45 Minuten reichen meistens nicht. Fokus: Konstanz, schnelles Spiel, variabler im Angriff werden und das Abwehr-Torhüter-Gespann noch mehr stärken. Viel zu tun.
Die schweißtreibenden Wochen der Vorbereitung liegen hinter oder mitten vor euch. Wie fit ist die Mannschaft und worauf habt ihr im Training den Fokus gelegt?
Die Jungs haben schon einiges an Krafteinheiten in den Knochen, konnten aber auch schon viel mit dem Ball arbeiten. Die Jungs sind in einem guten Fitnesszustand, da muss aber noch eine Schippe draufgelegt werden: Wir brauchen Luft und Kraft für 80 Minuten Handball. Die Neuzugänge müssen eingespielt werden und die Abläufe sich festigen. Schnelles Spiel: Wir brauchen die guten Umschaltmomente, an dem Timing wird gearbeitet. Und wir müssen bessere Rückraumwürfe kreieren. Da haben wir uns letztes Jahr sehr schwer getan, sodass wir aus 10 Metern keine Gefahr ausgestrahlt haben.
Ihr habt einige vielversprechende Neuzugänge und Aufrücker aus der Jugend im Kader. Wie haben sich die neuen Gesichter sportlich und menschlich eingelebt?
Ich würde behaupten, dass alle Neuzugänge super integriert wurden. Es passt menschlich super zusammen und spielerisch bringen uns die Neuzugänge natürlich auch weiter. Mit den Youngstern haben wir eine gute Mischung zusammen.
Was wird in dieser Saison die größte Herausforderung in eurer Liga sein und welche Tugenden muss deine Mannschaft auf die Platte bringen, um erfolgreich zu sein?
Ich glaube, dass es eine sehr starke Landesliga sein wird. Ich glaube, die größte Herausforderung wird unsere Konstanz sein. Die Liga ist noch einmal ausgeglichener geworden: Mit zwei unangenehmen Absteigern aus der Verbandsliga, Relegationsteilnehmern und den Mannschaften, die in der Liga geblieben sind, wird es ein hartes Stück Arbeit, oben mitzuspielen. Uns wird in jedem Spiel alles abverlangt werden. Konstanz, Teamgeist, Wille und Leidensfähigkeit müssen unsere Tugenden sein, um in der Liga zu bestehen. Wenn wir das schaffen, kann es eine sehr erfolgreiche Saison werden. Für diese Aufgabe helfen uns natürlich die Neuzugänge, die uns eine sehr starke Breite in der Mannschaft bringen – was in einer langen Saison der X-Faktor sein kann.
Die Stimmung in Köngen kann Spiele entscheiden. Welche Rolle spielen die Fans im Hexenkessel für die Spieler auf dem Feld?
Die Stimmung bei uns in der Halle ist hier in der Region einzigartig! Unsere Fans können ein Spiel absolut beeinflussen. Das wissen wir und das haben die Fans schon mehrfach bewiesen, dass sie uns tragen können. Das werden wir auch dieses Jahr wieder brauchen. Die Fans machen es jedem Gegner schwer, bei uns zu bestehen. Das ist einfach ein unglaublicher Vorteil, den wir bei den Heimspielen und Auswärtsspielen haben. Sie sind uns auch bei den Auswärtsspielen treu. Was absolut nicht selbstverständlich ist – das wissen wir als Mannschaft und Trainerteam sehr zu schätzen! An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle Fans!
Was ist euer Saisonziel?
Das Ziel wird der Aufstieg sein. Ich denke, mit der Mannschaft ist es möglich, dieses große Ziel zu erreichen. Aber es benötigt den absoluten Willen, dieses Ziel zu erreichen, sonst können wir uns auch schnell im Niemandsland wiederfinden.
Fabrizio Agner
Wie schätzt du die Ergebnisse der vergangenen Saison ein?
Wir haben in der vergangenen Saison phasenweise sehr guten Handball gespielt. Leider konnten wir dieses Niveau unter anderem aufgrund unserer schwierigen Verletzungssituation nicht über die gesamte Spielzeit halten. Trotzdem hat die Saison gezeigt, dass viel Qualität im Kader steckt. Darauf wollen wir aufbauen und in dieser Saison daran arbeiten, unsere guten Leistungen konstanter abzurufen.
Was lief bereits gut und wo wollt ihr in der Sommerpause den größten Hebel ansetzen?
Der größte Hebel liegt für uns ganz klar im Tempospiel. Mit unserem im Vergleich zur Vorsaison deutlich breiteren Kader können wir häufiger wechseln und die Belastung auf mehrere Schultern verteilen. Schon jetzt spielen wir einen schnellen Handball, aber in den Trainingseinheiten hat sich gezeigt, dass wir in diesem Bereich noch weiteres Potenzial haben.
Wie fit ist die Mannschaft und worauf habt ihr im Training den Fokus gelegt?
Die Bereitschaft innerhalb der Mannschaft ist sehr groß. Man merkt, dass jeder sich individuell weiterentwickeln möchte und sich die Spieler gegenseitig unterstützen. Im Fokus der Vorbereitung steht vor allem die Integration der Neuzugänge – insbesondere der neuen Rückraumspieler – in unser bestehendes Spielsystem.
Wie haben sich die Neuzugänge und Jugendspieler sportlich und menschlich eingelebt?
Die Integration verlief sehr unkompliziert. Viele der neuen Spieler waren bereits in der vergangenen Saison regelmäßig dabei oder haben schon mittrainiert. Hinzu kommt, dass mit Hannes und Max zwei Rückkehrer wieder zum Team gestoßen sind, zu denen der Kontakt nie wirklich abgerissen war. Dadurch war der Anschluss an die Mannschaft von Anfang an gegeben.
Was wird in dieser Saison die größte Herausforderung sein?
Entscheidend wird sein, mehr Konstanz in unser Spiel zu bringen. Durch den großen Kader wird es viele unterschiedliche Rückraumkonstellationen geben. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Spieler schnell auf ihre jeweiligen Nebenleute einstellen und flexibel auf unterschiedliche Laufwege und Spielsituationen reagieren.
Welche Rolle spielen die Fans im Hexenkessel von Köngen?
Unsere Fans spielen eine entscheidende Rolle. Die Stimmung in Köngen war schon immer außergewöhnlich und gibt der Mannschaft enorm viel Energie. Mit dieser großartigen Unterstützung im Rücken gehen wir in jedes Heimspiel mit einem echten Vorteil.
Was ist euer Saisonziel?
Unser Ziel ist es, jeden einzelnen Spieler weiterzuentwickeln. Besonders unsere jungen Spieler, die teilweise noch in der A-Jugend spielen, verfügen über großes Potenzial. Wir wollen sie Schritt für Schritt an den Männerhandball heranführen und gleichzeitig als Mannschaft den nächsten Entwicklungsschritt machen.
