Handball

Männer 1

Unser Team

Interview mit dem Trainer Männer 1 – Dominic Fischer:

Wenn ich auf die vergangene Saison zurückblicke, ist mir besonders das erste Relegationsspiel in unserer heimischen Halle noch sehr präsent. Die Erinnerungen daran sind intensiv, nicht zuletzt wegen der zwei schweren Verletzungen von Hannes und Flo innerhalb der ersten zehn Minuten. Persönlich bin ich sehr erleichtert und dankbar, dass beide mittlerweile auf einem guten Weg der Genesung sind und ich möchte beiden nochmals für ihren großen Einsatz und ihren Optimismus auf die darauffolgende Zeit danken. Wie die Mannschaft anschließend zusammengerückt und gekämpft hat, war aller Ehren wert. Auch unsere schwierige Phase rund um den Dezember bleibt mir selbstverständlich im Gedächtnis – eine Zeit, die für mich zunächst schwer greifbar war. Umso beeindruckender war es, wie wir uns anschließend als Team zurückgekämpft und welchen starken Handball wir wieder auf die Platte gebracht haben. Im Heimspiel gegen den späteren Meister Bartenbach haben wir diese Attribute von Anfang an bringen können – in einigen Spielphasen sind wir gar über uns hinausgewachsen. Ein weiteres besonderes Highlight war für mich zur Rückrunde das Auswärtsspiel in Bernhausen. Mit welchem Enthusiasmus und Zusammenhalt wir dort als Mannschaft – gemeinsam mit unseren fantastischen Fans – aufgetreten sind, war für mich echtes „großes Kino“. Solche Momente zeigen, was diesen Sport und unser Team ausmachen.

Für mich war in der vergangenen Saison deutlich zu erkennen, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem die Mannschaft meine Handballphilosophie immer besser versteht und zunehmend verinnerlicht. In meinen Augen nähern wir uns weiterhin meinem Spielstil, den ich mir vorstelle. Gleichzeitig sehe ich, dass die individuelle Entwicklung vieler Spieler noch nicht abgeschlossen ist. Umso erfreulicher ist es, dass wir es dennoch schaffen, unseren gemeinsamen Spielgedanken konsequent auf die Platte zu bringen – ich verspüre einfach großen Spaß, mit den Jungs zusammenarbeiten zu dürfen. Seit meinem Amtsantritt in Köngen darf ich zudem einen tiefgreifenden Umbruch begleiten, der sich bereits vor meiner Zeit angedeutet hatte. Mit den diesjährigen Abgängen etablierter Leistungsträger wie Hannes und Luca endet eine Ära – und gleichzeitig beginnt eine neue. Ein nachrückender Jahrgang von Spielern steht nun bereit, um in diese wichtigen Rollen hineinzuwachsen. Hier war für mich ganz klar: Diesen Entwicklungsschritt möchte ich aktiv mitgestalten und auf dieser Basis ein stabiles und zukunftsfähiges Gerüst für die Mannschaft aufbauen. Erfreulich ist auch, dass wir nun erstmals seit längerer Zeit wieder erste Jugendspieler in den Trainingsbetrieb der Aktiven integrieren können. Durch das Fehlen einer A- und B-Jugend war dieser wichtige Übergang im Verein zuletzt lange Zeit nicht möglich – eine Entwicklung, die ich persönlich sehr bedauert habe. Umso schöner ist es, dass wir nun die Chance haben, junge Talente behutsam an den Aktivenbereich heranzuführen und damit eine nachhaltige Perspektive für die Zukunft des TSV Köngen zu schaffen. Diesen Prozess zu begleiten, erfüllt mich mit großer Freude.

Unsere Mannschaft wird in ihrer Altersstruktur nochmals deutlich jünger – dennoch sehe ich reichlich Erfahrung in diesem neuen Gefüge. Erstmals müssen wir auf den klassischen Rückraumshooter verzichten, und auch das Kreisläuferspiel wird sich in der kommenden Saison verändern. Gleichzeitig bringen unsere Neuzugänge spürbare Qualität in den Kader. Björn Thau trainiert bereits seit mehreren Monaten mit uns und konnte in dieser Zeit durch seine Spielintelligenz und Torgefahr überzeugen – wie er bereits eindrucksvoll mit der Torjägerkanone in Mundelsheim unter Beweis stellte. Mit Leon Agner stößt ein weiterer erfahrener Spieler mit höherklassiger Vergangenheit zu uns. Die neue Rolle im Rückraum reizt ihn, und er wird seine in den vergangenen Spielzeiten gesammelten Erfahrungen in die Mannschaft einbringen. Erfreuliches gibt es auch von Peer Wisst zu berichten: Nach überstandener Verletzung deutet sich an, dass er bald wieder punktuell ins Training einsteigen kann. Wir geben ihm dabei selbstverständlich die nötige Zeit und freuen uns auf seine Rückkehr. Mit Nick Liedl und Sören Hess konnten wir zwei neue Kreisläufer für uns gewinnen. Bereits in den ersten Einheiten habe ich beide als sehr lernwillig erlebt – ich freue mich darauf, ihre Entwicklung aktiv begleiten zu dürfen und bin der Überzeugung, dass ihre Spieltypen unser Spiel komplexer machen können.

Mit Fabrizo Agner rückt ein weiterer wichtiger Baustein offiziell in unser Trainerteam auf. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt er das Vereinsleben im Hintergrund maßgeblich – nun übernimmt er auch sichtbar Verantwortung an vorderster Front. Sein fachliches Wissen und seine Denkweise sind ein großer Gewinn für unsere Arbeit. Ich freue mich sehr auf die enge Zusammenarbeit zwischen Kai Schreiweis, Fabrizo Agner und mir. An dieser Stelle gilt auch ein großes Dankeschön an Jörg Waldenmayer, welcher unsere Torhüter unterstützte. Bei ihm ließen sich Hobby und Beruf leider nicht länger vereinen.

Auf der anderen Seite mussten wir auch einige verdiente Spieler verabschieden. Luca Pupin, der sich über Jahre hinweg durch große Vereinstreue auszeichnete, tritt kürzer, um sich neuen persönlichen Zielen zu widmen. Unter den verschiedensten Trainern übernahm er immer neue Aufgaben und bereicherte in den letzten Jahren vor allem das Kreisläuferspiel. Danke für deinen stetigen Einsatz für das gesamte Vereinsleben. Max Staiger wird dem Handball künftig nur noch als Jugendtrainer erhalten bleiben. Trotz mehrerer Comebackversuche zwingen ihn anhaltende Knieprobleme zum endgültigen Abschied vom aktiven Spielbetrieb. Auch Manuel Tremmel, über Jahre hinweg eine Führungsfigur in unserem Team, muss nun verletzungsbedingt seine Handballkarriere beenden. Nach zwei Jahren der Ungewissheit fällt dieser Schritt sicherlich nicht leicht. Florian Touet hat sich in den vergangenen Spielzeiten mit seinen Toren ins Blickfeld anderer Teams gespielt – folgerichtig wird er künftig versuchen, sein Können in einer höheren Spielklasse unter Beweis zu stellen. David Gramer und Sammy Gotthardy sind dem Impuls, neuen Herausforderungen bei anderen Vereinen zu suchen, nachgegangen. Und schließlich verabschiedet sich mit Hannes Hagelmayer ein langjähriges und treues Aushängeschild des Vereins vom aktiven Handball. Bereits längerfristig angekündigt, wird dieser aus beruflichen und privaten Gründen kürzertreten. Seine außergewöhnliche 1-gegen-1-Stärke und seine Präsenz auf dem Feld werden uns fehlen – diese Lücke gilt es nun gemeinsam im Team zu schließen.

Mit Ebersbach hat eine starke Mannschaft aus der vergangenen Saison den Aufstieg ebenfalls nur knapp verpasst. In meinen Augen wird die Liga insgesamt noch lokaler geprägt sein – ein Umstand, auf den wir uns freuen dürfen. Duelle gegen Traditionsvereine wie Zizishausen, oder wie Weilheim und Lenningen stechen dabei hervor – ihre Heimspiele sind mir noch aus meiner eigenen aktiven Zeit in lebhafter Erinnerung, und ich bin mir sicher, dass wir in dieser Saison einige Partien vor voller Kulisse erleben werden. Eine der größten Herausforderungen wird die hohe Eingespieltheit einiger Teams sein. Viele Mannschaften sind personell nahezu unverändert geblieben und haben sich lediglich punktuell verstärkt. Dadurch ist zu erwarten, dass auch die Aufsteiger schnell eine relevante Rolle in dieser ausgeglichenen Liga spielen werden. Mit den zweiten Mannschaften aus Neuhausen/Filder und Neuhausen/Erms treffen wir zudem auf ambitionierte Teams, die mit talentierten Spielern gespickt sind – viele davon an der Schwelle zum Sprung in deren erste Mannschaft. Auch hier erwarte ich ein hohes Maß an individueller Qualität, welche die Leistungsdichte in der Liga weiter erhöht.

Ein zentraler Fokus wird in dieser Saison auf der Weiterentwicklung unserer Spielfähigkeit liegen. Unser Ziel ist es, wieder mehr einfache Tore zu erzielen. Dabei werden wir dieses Jahr weniger auf die Wurfgewalt aus dem Rückraum setzen können, sondern vielmehr auf ein schnelles, intelligentes Umschaltspiel. In diesem Zusammenhang werden auch unsere Kreisläufer eine neue, wichtigere Rolle im Spielsystem einnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt in der Vorbereitung liegt auf der individuellen 1-gegen-1-Stärke – sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Diese Fähigkeit wird für unser Spiel von zentraler Bedeutung sein. Entsprechend erhält auch der athletische Bereich ein deutlich höheres Gewicht, um die körperlichen Voraussetzungen für diese Spielweise zu schaffen.

Ich bin nach wie vor kein Freund von Platzierungsformulierungen. In meiner Wahrnehmung durchläuft der Handballsport verschiedene Phasen – sowohl innerhalb der 60 Spielminuten als auch über eine ganze Saison. Eine Mannschaft muss immer wieder wachsen und lernen. Wenn wir diese Attribute meistern, sehe ich eine erfolgreiche Saison.

Wir werden eine Handvoll Derbys haben, selbstverständlich hat man dahingehend immer eine gewisse Vorfreude. Auch, dass ich mit der HSG OLE ein Spiel gegen meinen Heimatverein bestreite, bringt eine gewisse Motivation. Noch stärker denke ich jedoch an die letzte Phase der vergangenen Rückrunde zurück: Mit unserer Spielweise konnten wir unser Heimpublikum begeistern und durften Woche für Woche auf eine großartige Unterstützung zählen. Genau auf dieses Gefühl freue ich mich besonders – gemeinsam mit den Fans wieder emotionale Heimspiele zu erleben und als Team daran anzuknüpfen und die kontinuierliche Arbeit dahinter.

 

Interview mit dem Co-Trainer – Kai Schreiweis

Enttäuschung geht mir durch den Kopf, wenn ich an die letzte Saison denke. Leider haben wir den Aufstieg verpasst. Die Niederlagenserie um den Jahreswechsel war einfach zu lange. Dazu kamen dann noch die zwei schweren Verletzungen von Hannes und Flo im Relegationshinspiel, das hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Für beide tut es mir persönlich unglaublich leid und ich wünsche ihnen weiterhin eine schnelle Genesung. Mein persönliches Highlight war, dass wir aus der schwierigen bis schlechten Phase um den Jahreswechsel mannschaftlich gestärkt herausgekommen sind und nochmal gezeigt haben, zu was wir in der Lage sind. Darüber haben wir uns die Relegationsspiele auch verdient. An dieser Stelle auch noch einmal ein großes Dankeschön an unsere treuen Fans, die uns über die Relegation hinaus immer hervorragend unterstützt haben. Ich fühle mich sehr wohl in Köngen und es macht Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten. Und ich sehe Potenzial in der Mannschaft und will den Weg mit den Jungs noch weiter gehen. Der Umbruch für die kommende Saison ist schon hart. Aber ich finde, wir haben jetzt eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend. Mit Björn kommt ein sehr erfahrener Spieler zu uns, der den Jungs in entscheidenden Phasen durch seine Erfahrungen auf dem Spielfeld helfen kann. Es wird aber auch notwendig sein, dass die noch jüngeren Spieler ihre nächsten Schritte machen und mehr Verantwortung übernehmen. Nur so können wir die nächste Saison erfolgreich bestehen. Ich glaube, dass es eine ausgeglichene Landesliga sein wird. Es sind starke Aufsteiger dabei und die anderen Mannschaften haben sich punktuell gut verstärkt. Wir müssen versuchen, unsere Abgänge zu kompensieren und mit guter Abwehrarbeit ins Tempospiel zu kommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das schaffen können. Das Potenzial für ein gutes Tempospiel ist gegeben. Dadurch, dass wir keinen wurfgewaltigen Rückraumschützen haben, müssen wir über die Abwehr mit guten Torhütern ins Tempospiel kommen. Wir müssen versuchen, die Fehler der Gegner mit einfachen und schnellen Toren zu bestrafen. Daher brauchen wir viel Athletik und Ausdauer, um über 60 Minuten schnell spielen zu können. Und wir müssen unsere Neuzugänge ins System integrieren. Darauf liegt der Fokus in der Vorbereitung. Mein Saisonziel ist, dass wir so gut es geht ohne Verletzung durch die Saison kommen und alle gemeinsam weiter wachsen und lernen. Einen genauen Tabellenplatz möchte ich nicht ausrufen. Aber ich bin davon überzeugt, wenn alle in die gleiche Richtung laufen und wir das Gelernte konstant auf die Platte bekommen, dass wir eine erfolgreiche Runde spielen können. Ich freue mich auf hitzige und enge Spiele in vollen Hallen. Ganz besonders freue ich mich auf unsere Heimspiele, unsere Fans sind hervorragend. Und mit unseren Fans im Rücken werden wir es jedem Gegner schwer machen, bei uns zuhause Punkte mitzunehmen.

 

Interview mit dem Co-Trainer – Fabrizio Agner

Aufgrund meiner früheren Verletzungen habe ich mich dazu entschieden, meine aktive Handballkarriere zu beenden. Da meine Verbundenheit zum Handball jedoch weiterhin sehr groß ist, wollte ich dem Team in einer anderen Rolle erhalten bleiben. Anfang des Jahres bot sich mir dann die Möglichkeit, ins Trainerteam einzusteigen. Dieses Angebot habe ich mit großer Freude angenommen, da mir diese Tätigkeit schon in der Vergangenheit viel Spaß gemacht hat. Wenn ich an die vergangene Saison zurückdenke, war es eine Spielzeit mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind stark in die Runde gestartet, haben aber in der Saisonmitte deutlich nachgelassen. Dennoch ist es uns gelungen, uns aus diesem Tief herauszukämpfen und am Ende einen respektablen vierten Platz zu erreichen. In der anschließenden Aufstiegsrunde hat es leider nicht für den Aufstieg gereicht. Rückblickend, vor allem in Anbetracht der vielen Veränderungen im Kader, war der Nichtaufstieg wohl ein sinnvoller und richtiger Schritt. Mein persönliches Highlight der Saison war das Hinspiel in Köngen gegen Bartenbach. In diesem Spiel konnten wir unsere volle Qualität aufs Feld bringen – etwas, das uns leider nicht immer gelungen ist. Ein weiteres bedeutendes Spiel war das Hinspiel in der Aufstiegsrunde gegen Walzbachtal. Trotz der schweren Verletzungen von zwei unserer absoluten Leistungsträger haben andere Spieler Verantwortung übernommen und sind in die Bresche gesprungen. Das war ein starkes Zeichen für den Teamgeist. Für die kommende Saison rechne ich mit einer sehr ausgeglichenen Liga ohne klare Favoriten oder Außenseiter. Das bedeutet, dass wir in jeder Partie die Chance auf Punkte haben, jedoch keinen Gegner unterschätzen dürfen, um eine Negativserie wie im Vorjahr zu vermeiden. In der Vorbereitung liegt unser Fokus auf der individuellen Entwicklung der Spieler sowie der Integration der Neuzugänge in unsere Spielphilosophie. Unser Saisonziel ist es, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Alles darüber hinaus wäre ein willkommener Bonus. Ich freue mich auf eine erfolgreiche, verletzungsfreie Saison und auf eine schöne Zeit mit den Jungs.

Kontakt zu den Trainern unserer Männer 1