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So lief die 23. Ausgabe des Vesalius-Cup

Auch der 23. Vesalius-Cup war wieder ein voller Erfolg

Peer Wisst, Foto: Wisst

Bei den Männern gewinnt der TSV Deizisau, bei den Frauen Regionalligist HSG Leinfelden-Echterdingen 

Erfolgreiches Wochenende auch für beide Teams des TSV Köngen mit dem zweiten beziehungsweise dritten Platz 

Auch die 23. Ausgabe des Vesalius-Cups, des traditionellen Köngener Handball-Saisonvorbereitungs-turniers wird wieder als voller Erfolg für die Gastgeber, die Handballabteiliung des TSV Köngen und das namensgebende Thearapiezentrum, in die Annalen eingehen. Über 1.000 Zuschauer kamen am vergangenen Wochenende von Freitag bis Sonntag in die Burgschul-Sporthalle. Insbesondere der Freitagabend erwies sich als Zuschauermagnet, beim Derby zwischen dem TSV Köngen und der SG Nürtingen-Zizishausen war die Tribüne proppenvoll. Das Los hatte die beiden Lokalkonkurrenten in der Gruppe C (Gruppe Allianz Agner) schon in der Vorrunde zusammengeführt. Das Turnier der Männer wurde nach der Absage von Team Esslingen mit neun Mannschaften durchgeführt. Der Modus mit drei Gruppen à drei Teams war dabei neu, wurde von den befragten Trainern im Nachhinein als positiv bewertet, hatten doch alle beteiligten Mannschaften sowohl in der Vorunde am Freitag als auch in der Hauptrunde am Samstag je zwei Spiele zu bestreiten.

Gleich im dritten Spiels des Abends trafen die Handballer des TSV Köngen auf die SG Nürtingen-Zizishausen, gegen die man im Vorfeld bei einem Vorbereitungsspiel verloren hatte. Diesmal sollte es anders laufen: nach ausgeglichenem Beginn bis zum 5:5 leitete ein Dreierpack von Peer Wisst zum 8:5 den Könener Sieg ein, beim 14:9 betrug der Vorsprung erstmals fünf Tore wie auch beim Schlusspfiff: Björn Thau stellte den 15:10-Endstand her. Das zweite TSV-Spiel verlief wesentlich torämer, der knappe 8:7-Sieg war auch dem starken Torhüter Tim Nothdurft zu verdanken, im Endspurt wurde schließlich der 5:7-Rückstand noch gedreht, und der Einzug in die Runde der Gruppensieger, die am Samstag die Plätze eins bis drei aussspielten, war geschafft.

Ähnlich wie beim Erfolg gegen die SG Nürtingen-Zizishausen liefen die Köngener im ersten Spiel des Samstags zu großer Form auf, besiegten den Verbandsligisten des TSV Neuhausen nach einem 8:8-Zwischenstand überzeugend mit 20:15. Neben diesen beiden Teams hatte sich noch der TSV Deizisau in seiner Vorrundengruppe als Sieger durchgesetzt, und am Samstag dann sein erstes Spiel gegen Neuhausen mit 18:14 gewonnen. So kam es im letzten Match der Vorrunden-Gruppensieger doch zu einem Finale, das nach dem Turniermodus eigentlich nicht vorgesehen war, und wobei den Köngenern ein Unentschieden zum Pokalsieg reichte. Und es ging super los, der TSV führte unter anderem nach drei Treffern von Christoph Müllerschön, der in diesem „Finale“ acht Tore erzielte, mit 5:2. Nach dem 6:2 brachte der Ex-Köngener Florian Touet den TSV Deizisau mit zwei Treffern heran und beim 8:8 stand es zum ersten Mal unentschieden. Ausgeglichen ging es bis zum 13:13 weiter, bevor Deizisaus Routinier Yannik Taxis sein Team auf die Siegerstraße führte. Der Anschlusstreffer von Peer Wisst zum 16:17-Endstand kam zu spät – die Truppe von Trainer Markus Stotz durfte zum ersten Mal nach 2020 (damals mit dem Trainer Stefan Eidt) den Pokalsieg feiern. „Wir haben mit den Siegen gegen Nürtingen-Zizishausen und Neuhausen zwei dicke Ausrufezeichen gesetzt. Unser Auftritt gibt uns Selbstbewusstsein für die Punkterunde“, war Köngens Coach Dominic Fischer hochzufrieden. Bei der abschließenden Siegerehrung gab es dann wie gewohnt nicht nur den Pokal für den Sieger sondern auch Preisgelder für die drei erstplatzierten Mannschaften und individuelle Ehrungen: Christoph Müllerschön wurde zum besten Angriffsspieler gekürt, der Neuhäuser Steve Woff zum besten Abwehrakteur und Tobias Krems von der HSG Böblingen/Sindelfingen zum besten Torwart.     

Für den TSV Köngen spielten: Tim Nothdurft, Lucas Novak; Christoph Müllerschön, Sören Hess, Björn Thau, Max Staiger, Finn Beichter, Leon Agner, Pascal Maier, Levin Schlichter, Finn Fuß, Philipp Kilian , Nils Werner, Peer Wisst und Hannes Hagelmayer; Trainer: Dominic Fischer 

 

Die Frauen des TSV Köngen mussten am Sonntag zuerst gegen den Oberligisten aus dem Nachbarort, den TSV Denkendorf, ran. Nach einer Abwehrschlacht, in der auf Köngener Seite Torhüterin Sonja Pott überragte, traf Maja Petsch schließlich zu 4:4-Endstand. Das zweite Spiel gegen die TG Biberach entwickelte sich zu einer Zitterpartie, in einer nervösen Endphase sicherte schließlich Mona Illi mit ihrem Treffer den knappen 10:9-Sieg. Diese 3:1 Punkte sollten für den Einzug ins Halbfinale reichen. Die anschließende deutliche 8:13-Niederlage gegen den Vorjahressieger TSV Neckartenzlingen konnte daran nichts mehr ändern. In diesem Halbfinale hatten Köngens Handballerinnen gegen den Regionalligisten HSG Leinfelden-Echterdingen einen schweren Stand, lagen schnell mit 0:5 im Rückstand, bevor Odilia Rapp in der siebten Minute das erste Köngener Tor erzielte. Am Ende behielt der Regionalligist mit 10:5 die Oberhand, siegte auch später im Finale gegen den TSV Neckartenzlingen mit 15:10. Das junge neue formierte Köngener Team aber hatte immerhin das „kleine Finale“, das Spiel um Platz drei erreicht. Und in diesem stand dann für Köngen Anke Hermann für Sonja Pott, die später als beste Keeperin des Turniers ausgezeichnet wurde, im Tor, hielt ebenfalls großartig, unter anderem einen Strafwurf und trug damit erheblich zum 12:9-Sieg bei. Zehn der zwölf Tore steuerten dabei die jungen Akteurinnen Odilia Rapp, Liv Christensen, Josephine Harder, Ina Quintus und Mona Illi bei. „Wir haben mit Sonja Pott die beste Torhüterin und mit Larissa Aller die beste Abwehrspielerin gestellt – das sagt alles, wir haben über das gesamte Turnier eine gute Abwehrvorstellung gezeigt“, zog Trainer Novak nach dem Turnier ein zufriedenes Fazit. Als beste Angreiferin wurde Leonie Strack vom Turniersieger Leinfelden-Echterdingen gekürt. Und nach dem Prinzip „Equal Pay“ gab es für die drei erstplatzierten Teams schließlich dasselbe Preisgeld wie bei den Männern.

Für den TSV Köngen spielten: Sonja Pott, Anke Hermann, Cara Hermann; Sarah Lieb, Elisa Kilian, Larissa Aller, Ina Quintus, Lisa Freddo, Josephine Harder, Sina Schlichter, Mathilde Schottmüller, Odilia Rapp, Mona Illi, Maja Petsch, Anna-Lena Klingler, Liv Christensen und Leonie Reichert; Trainer: Lucas Novak